Licht und Schatten beim Thema TTIP - Projekt-Wochen am "Marien" am 19-05-2015

Europa-Union Bocholt diskutiert mit der Q1

In den letzten Jahren war die Europa-Union schon häufiger Gast im Marien-Gymnasium, meist im Politik- Unterricht. In diesem Jahr widmeten sich einige Kunst-Kurse in der Q1 einem Europäischen Projekt. Sehr qualifiziert näherte man sich von der Seite der Kunst mit Exponaten einem brisanten Themenkomplex. TTIP dem transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaftsabkommen zwischen USA und EU.
Mit "Licht und Schatten" war die Ausstellung überschrieben, die im Mai im Rathaus Foyer zu sehen war.

Dabei sollte man meinen, dass die Kunst kaum helfen kann, solch schwieriges Thema zu verdeutlichen. Aber im Gegensatz zum Politik- oder Geschichtsunterricht konnten eigene Gestaltungsideen der jungen
Menschen hier Einiges deutlich machen. Viele und vielseitige Projekte wurden auf Basis von Draht und Pappmache, dargestellt. Zum Ausdruck kamen nicht nur Befürchtungen, ob Europas Politik wirklich nur Gutes in der Welt bewirkt, sondern auch sonstige Themata, die Licht- und Schattenseiten haben.

Während der Projektwochen wurde das TextilWerkes und der Eine-Welt-Laden besucht und die Diskussion mit unserer Europa-Union gesucht. Teils in der klassischen Arena-Sitzanordnung konnten die Schüler parlamentarisch Platz nehmen und sich in die Diskussionen einbringen. 'Sie sind die Fachleute', motivierte der Kreisvorsitzende Peter W. Wahl seine Gesprächspartner. Und wollte auch schon dadurch zu einer angeregten Diskussion beitragen, die dann auch so stattfand.

Im Versuch das Verhandlungsmandat der EU-Kommission darzustellen mussten einige Vorurteile, die im Moment die Presselandschaft beherrschen, bei Seite geräumt werden. Unsere Europa-Union Bocholt kann überparteilich informieren und Kontakt zu verschiedenen Quellen aufzeigen. Da kein politisches Eigeninteresse vorliegt darf man hoffen glaubwürdiger über 'politisch vergiftete Themata' zu sprechen. 'Licht und Schatten' zeigte auf jeden Fall auf, dass alles (mindestens) zwei Seiten hat.

Ein Beispiel der Exponate war dazu sehr deutlich: Während von vorne eine leckere Tafel Schokolade glänzte waren auf der Rückseite abgebildet, wie Kinderhände Kakaobohnen pflücken und dadurch erst einmal dazu beitragen, dass Schokolade hier (so günstig) für uns zur Verfügung steht. Aber auch die anderen Ausstellungsstücke waren sehr sehenswert und gaben Anlass zum Nachdenken.

P.W. Wahl  © 



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